Kaninchenstall-Schutz vor
Verrottung und Verwitterung
Vor allem in der Außenhaltung wird die Lebensdauer vom Kaninchenstall in erster Linie durch Verrottung und Verwitterung herabgesetzt. Hier sind es die Wettereinflüsse, die dem Kaninchenstall schaden: Feuchtigkeit lässt das Holz vergammeln. Wenn eingedrungene Nässe gefriert, dehnt sie sich aus und zerstört auf diese Weise den Kaninchenstall. Auch die Sonne lässt mit ihrer starken UV-Strahlung das Holz schnell altern. Deshalb sollte der Kaninchenstall von allen Seiten gut gegen Wettereinflüsse geschützt sein.
Wetter-Schutz von oben
Normalerweise hat jeder Kaninchenstall ein wasserdichtes Dach. Dabei ist eine Abdeckung mit Bitumen besser als einfache Teerpappe. Hier ist bei Bedarf nachzuarbeiten, zu reparieren oder auszutauschen. Regen, Schnee, Hagel und vor allem auch die Sonne lassen diese Materialien altern und funktionsuntüchtig werden. Auch (gewellte) Kunststoffplatten können eine gute langlebige Alternative sein.
Einen guten natürlichen Sonnenschutz im Sommer hat ein Kaninchenstall-Standort unter Laubbäumen.
Ideal wäre in dem Zusammenhang ein Standort mit einer zusätzlichen Überdachung.
Wetter-Schutz von der Seite
Auch von der Seite ist der Kaninchenstall den schädigenden Wettereinflüssen ausgesetzt. Besonders Westen ist in unseren Regionen die "Schlecht-Wetter-Seite", von dort peitscht am häufigsten Regen, Schnee und Hagel gegen die Holzwände. Von Süden dagegen ist die UV-Bestrahlung der Sonne am stärksten.
Hier ist wichtig, dass das Holz entsprechend geschützt ist. Die meisten im Handel erhältlichen Kaninchenställe gelten zwar als wetterfest, dennoch sollte man im Einzelfall prüfen, inwieweit eine Nachbehandlung nötig und sinnvoll erscheint. Die dafür verwendete Lasur sollte wasserbasiert und absolut ungiftig und geruchsfrei sein und das Holz dabei atmungsaktiv belassen. Teilweise wird hier bei unbehandeltem Holz auch mit Leinöl oder Ballistol Universal-Öl gearbeitet.
Sinnvoll ist es, den Kaninchenstall mit der Rückseite nach Westen (zur "Schlechtwetterseite") zu positionieren, damit kein Regen in die offene Stall-Vorderseite peitscht. Noch besser ist es, den Kaninchenstall mit der Rückseite nach Westen gegen eine Hauswand oder eine andere Wand zu stellen. Dort bleibt er von den direkten Angriffen der meisten Unwetter verschont.
Mittlerweile gibt es auch schon Schutzhüllen, die man außen am Kaninchenstall befestigen kann. Sie schützen einerseits den Stall gegen Nässe und isolieren auch noch etwas gegen die Kälte. Wichtig dabei ist es, dass eine ausreichende Lüftung des Stall-Innenbereiches gewährleistet ist.
Nässe-Schutz von unten
Von unten sind die Standbeine des Kaninchenstalls betroffen, weil die Feuchtigkeit aus dem Boden nach oben in die Standfüße zieht. Hier helfen spezielle Verkleidungen aus verzinktem Metall oder Kunststoff. Dabei darf jedoch auch von oben möglichst keine Feuchtigkeit in die Zwischenräume gelangen. Notfalls kann man diese Bereiche auch mit flüssigem Kunststoff oder einer anderen wasserfesten Versieglung abdichten, sie sollte jedoch völlig ungiftig und auf Wasserbasis sein.
Aus diesem Grunde ist es unter anderem auch sinnvoll, einen festen und trockenen Untergrund für den Standort zu schaffen wie zum Beispiel aus Betonplatten oder einem gegossenen Betonfundament. Mehr dazu unter Kaninchenstall-Standort.
Ein zusätzlicher Wetterschutz
Durch die im Folgenden beschriebenen Konstruktionen wird die Ästhetik des Kaninchenstalls mehr oder weniger große Einbußen erleiden und somit werden diese Anregungen für die meisten Heimtier-Kaninchenhalter vermutlich nicht in Betracht gezogen werden. Da hier jedoch sehr wertvolle und praktische Möglichkeiten und Vorteile (vor allem zum Wohle der Kaninchen) geboten sind, will ich die folgenden Anregungen nicht unerwähnt lassen:
Wer mag kann seinen Kaninchenstall noch einmal zusätzlich mit Kunststoffplatten oder ähnlichem wasserfestem Material gegen die Wettereinflüsse schützen.
Da das normale Dach (Flachdach) eines Fertig-Stalles den direkten Wettereinwirkungen in der Regel nicht ewig standhält, kann man ein zusätzliches Dach (zum Beispiel aus gewellten Kunststoffplatten oder ähnlichem Material) darüber montieren. Dieses Zusatz-Dach kann man dabei weit über den Kaninchenstall überstehen lassen, so sind die Wände und vor allem die Vorderfront gleich teilweise mit wettergeschützt.
Das gleiche kann man bei Bedarf auch mit einzelnen Wänden tun. Auch hier kann man besonders an den Wetterseiten (Rückseite, Seitenwände) eine zusätzliche (Kunststoff-) Wand anbringen.
Das Zusatz-Dach sowie die zusätzlichen Wände sollten mit Abstand zum Kaninchenstall montiert werden (zum Beispiel mittels entsprechender Kanthölzer), sodass zwischen Stall und Zusatz-Dach bzw. -Wand noch jede Menge Luft hindurch wehen kann.
Zum einen wird so gewährleistet, dass die atmungsaktiven Eigenschaften der Holzwände nicht zunichte gemacht werden.
Zum anderen hat man für die heißen Sommertage durch die gut belüfteten Doppelwände eine zusätzliche Isolierung geschaffen, sodass es innen noch etwas kühler bleibt. Dazu ist es jedoch wichtig, Material für das zusätzliche Dach und die Wände zu nehmen, das möglichst kein Licht durchlässt. So wird auch der Kaninchenstall vor der vorzeitigen Alterung durch die UV-Strahlung des Sonnen- bzw. Tageslichtes geschützt.
In den kalten Winterzeiten können die Zwischenräume mit Stroh oder anderen wärmedämmenden Materialien gefüllt und so eine einfache und sehr wirkungsvolle Isolierung (Wärmedämmung) des gesamten Stallbereiches erreicht werden.

