Kaninchenstall-Voraussetzungen
für die Hygiene
Eine stetige gute Stallhygiene ist wichtig für die Krankheitsvorbeugung, damit die Hasen stets gesund und glücklich sind. Dazu dient sie der Geruchsvermeidung und sorgt für die Ansehnlichkeit des Kaninchenstalls, damit der Kaninchenhalter und andere Menschen sich immer am Kaninchenstall und seinen Insassen erfreuen können.
Ein guter Kaninchenstall bzw. Kaninchenkäfig sollte möglichst ideale Bedingungen für die Stallhygiene schaffen. Ein übermäßiges Verunreinigen des Stallinneren durch die Kaninchen sollte weitgehend vermieden werden.
Die tägliche Reinigung sollte möglichst praktisch und einfach gehalten sein. Dazu ist es wichtig, dass der Kaninchenhalter stets guten Zugang zu allen Bereichen des Stalles hat und ausreichend große Türen oder aufklappbare Decken vorhanden sind.
Die Buchten sollten sich in einer stimmigen Höhe befinden: Einerseits in Augenhöhe, damit der Kaninchenhalter gute Einsicht hat und andererseits aber auch nicht zu hoch, damit er gut und weit hineingreifen kann.
Breitere Buchten sind hier natürlich praktischer als tiefe, je tiefer die Bucht sich nach hinten erstreckt, desto schlechter kann der Kaninchenhalter die hinteren Ecken und Ränder reinigen, die häufig besonders beliebte Toilettenplätze sind.
Die Wände, der Boden und die Decke im Kaninchenstall sollten möglichst glatt sein, die unteren Bereiche der Wände und der Stallboden sollten gut versiegelt und wasserdicht sein. Das erleichtert Reinigung. Außerdem können sich Insekten, Bakterien und andere Schädlinge dann nicht so leicht darin einnisten.
Der Stallboden im Fokus der Aufmerksamkeit
Um gute Stallhygiene zu schaffen sollte die Aufmerksamkeit besonders auf den Stallboden gerichtet werden.
Der Stallboden muss der Problematik der täglichen Mengen an zersetzendem Kaninchen-Urin gewachsen sein und hier eine möglichst einfache und praktische Reinhaltung unterstützen. Gerade bei mehreren Etagen muss der Bodenbereich des Kaninchenstalls absolut wasserdicht sein und gewährleisten, dass kein Urin in die unteren Stallbereiche durchlaufen kann.
Den drei wichtigsten Hauptelementen hierbei sind jeweils eigene ausführliche Unterkapitel gewidmet:
Urin-Ableitung nach hinten
Eine Urinableitung nach hinten aus dem Kaninchenstall in einen Auffangbehälter hat sich nicht bewährt -
unter anderem aufgrund
- des zusätzlichen Zeitaufwands,
- des ständigen Verstopfens der Ableitungswege,
- Problemen bei Frost,
- der hässlichen Stallrückseiten und
- der Geruchsbelästigung.
Der Stallboden als Resonanzboden für Trommelsignale
Der Stallboden sollte kein guter Resonanzboden und stets gut mit Einstreu bedeckt sein. Die Kaninchen haben die Eigenschaft, verschiedenen Emotionen Ausdruck zu verleihen, indem sie wiederholt mit den Hinterläufen auf den Boden klopfen. Dieses Trommeln kann sonst den Kaninchenhalter und auch Anwohnende unter Umständen um die eine oder andere Nachtruhe bringen.

