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Die richtige Helligkeit im Kaninchenstall

 

Kaninchen sind Dämmerungstiere. In der Morgendämmerung und noch häufiger in der Abenddämmerung sieht man sie auch in den Städten auf den Grünanlagen tummeln und äsen. Tagsüber sind sie eher selten anzutreffen. Dementsprechend ist ihr Sehsinn verhältnismäßig empfindlich. Helles Licht blendet und schmerzt sie. Dennoch benötigen auch Kaninchen das Tageslicht, um sich gut zu entwickeln und bei gutem Gemüte, Gesundheit und Lebenskraft zu bleiben. Ein gewisses Maß an Tageslicht sollte im Kaninchenstall bzw. Käfig vorhanden sein. Die Empfehlungen bewegen sich hier von 8 bis 16 Stunden Licht am Tag. Die Beleuchtungsintensität sollte mindestens 20 Lux, lieber 30 bis 40 Lux betragen. Ideal ist eine Wahlmöglichkeit der Kaninchen, sodass sie stets selbst entscheiden können, ob sie sich im Hellen, im Schatten oder ganz im Dunklen (Ruhebereich) aufhalten.

Um eine möglichst hohe natürliche Tageslichtzufuhr im Kaninchenstall zu erreichen, sollte man die Buchten bzw. den Kompaktstall möglichst breit wählen anstatt tief, sodass die offene Gitterfront im Verhältnis zur Grundfläche möglichst groß ist.

 

Sonne oder Lampe?

Tageslicht ist elektrischem Licht vorzuziehen. Die UV-Strahlung des Tageslichtes hat eine keimtötende Wirkung und unterstützt somit die Hygiene im Kaninchenstall. Im Tageslicht ist das komplette Farbspektrum enthalten und es flackert auch nicht, so wie es bei unserem normalen elektrischen Licht der Fall ist. Aufgrund des Wechselstromes (50hz), mit dem es betrieben wird, flackert unser elektrisches Licht mit einer Frequenz 50x pro Sekunde. Wir Menschen nehmen dieses Flimmern in der Regel nicht bewusst wahr, dennoch belastet es uns. Wir können davon ausgehen, dass sich dieses Wechselstrom-Flackern auf die Kaninchen erst recht negativ auswirkt. Bei der Innenhaltung sind Fenster sind demnach sinnvoller bzw. wertvoller als künstliche Lichtquellen.

Bevor es jedoch zu einem Lichtmangel im Kaninchenstall kommt, kann man diesem auch mit elektrischem Licht entgegenwirken. Dabei kann man den Kaninchen zu Liebe die Anschaffung von Gleichstrom-Lampen oder Tageslichtlampen (volleres Farbspektrum) in Betracht ziehen. Durch sinnvolle Auswahl der Lampenleistung und mit Hilfe einer Zeitschaltuhr kann man auf einfache Weise die tägliche Lichtmenge im Kaninchenstall regulieren.

Was die Kaninchen extrem nervt - man könnte auch sagen "quält" - ist, wenn sie elektrischem Licht ausgesetzt sind, das immer wieder an- und ausgeschaltet wird, wie zum Beispiel nahe eines Bewegungsmelders oder in häufig frequentierten Innenräumen.

Selbstverständlich wird keine Beleuchtung in den für die Kaninchen zugänglichen Bereiche angebracht.
(Die Bucht mit der Lampe oben links im Kopfteil ist nur ein Scherz!)

Für Kaninchenhalter, die besonderen Wert auf die Qualität des Fells legen (Hasenzucht), sei hier erwähnt, dass aufgrund des Sonnenlichtes das Fells etwas ausbleichen, glanzlos oder rostig (farblich gesehen) werden könnte.